Das Geschäft mit lebensnotwendigen Medikamenten

Das Geschäft mit lebensnotwendigen Medikamenten boomt. Der Wettbewerbsdruck ist hoch und kranke Menschen sind in dem Spiel die Verlierer. Die Pharmaindustrie generiert Gewinne und immer wieder fluten neue Medikamente den Markt. Patienten haben nicht den gleichen Zugang zu Medikamenten, weil Ärzte einen angemessenen Zulassungsspielraum haben. Dieser soll eigentlich im Interesse der Patienten ausgenutzt werden und flächendeckend eine optimale Versorgung garantieren. Was verbirgt sich hinter dem Geschäft mit lebensnotwendigen Medikamenten und wer zieht daraus Profit?

Profitstreben der Pharmaindustrie

Die Skandale reihen sich aneinander (siehe Quellen) und nicht immer werden die Machenschaften aufgedeckt. Das Unternehmen Glaxo Smith Kline muss drei Millionen Dollar Strafe zahlen, weil Zahlen zurückgehalten, Ärzte bestochen und falsche Angaben gegenüber Behörden getätigt wurde. Auch der Konzern Pfizer wurde seitens der amerikanischen Apotheken angezeigt, weil cholesterinsenkende Generika (günstiger als Originalmedikamente) durch Wettbewerbsmanipulationen vom Markt gedrängt werden sollten. Statt wissenschaftlich fundierten Beweisen, die die Wirkung und Sicherheit von Medikamenten belegen, werden Studien gefälscht und Regulierungsbehörden in die Irre geführt. Zur Sicherung der eigenen Profite greift die Pharmaindustrie zu Mitteln, die eher an Mafiastrukturen erinnern als an seriöse Hilfe für Kranke.

Gefälschte Angaben

gefälschte ImpfungenDer Arzneimittelhersteller Merck hat nach Aussagen ehemaliger Virologen (Joan Wlochowski und Stephen Krahling) Blutproben versetzt und damit Impfdaten gefälscht, um die Wirkung für einen Impfstoff vorzutäuschen. Weiter wurden Blutproben mit tierischen Antikörpern versetzt, um damit das Auftreten der Antikörper aufzublähen. Auf die Virologen wurde Druck ausgeübt. Statt im Dienste der Menschheit zu agieren, sollten diese sich an dem Betrug und der Vertuschung beteiligen. Der Grund für die gefälschten Daten waren Forschungsgelder in Höhe von mehreren Millionen Dollar. Kinder wurden durch die Verfälschung von Daten und unzulässige Test gefährdet. Millionen Dollar wurden für Impfstoffe ausgegeben, die keine Wirkung hatten, aber Nebenwirkungen hervorriefen. Kindern wird ein Mumps-Impfstoff gespritzt, der keinen Schutz bietet. Eltern gehen davon aus, dass Kinder ausreichend geimpft sind, aber de facto besteht die Gefahr einer Ansteckung zu jeder Zeit. Merck nutzte für die test Virenstämme, die bereits 45 Jahre alt und geschwächt sind. Über 30 Jahre besaß das Unternehmen eine Exklusivlizenz für Verkauf und herstellung des Impfstoffs. Bis heute nutzt Merck diesen Virenstamm und setzt bewusst Menschenleben aufs Spiel. Wissenschaftler und Ärzte haben seit Jahrzehnten eine wissenschaftliche Wirksamkeit von 95 Prozent proklamiert, obwohl die Ergebnisse fingiert waren. Millionen Menschen haben sich impfen lassen und gingen vermeintlich davon aus, dass die sicher seien. Der Schwindel ist zwar Wasser auf die Mühlen derjenigen, die sich gegen Impfstoffe ausgesprochen haben, doch der Schaden an Menschen verbietet jegliche Schadenfreude.

Keine Rechenschaft von Big-Pharma-Direktoren

Ebenso betrügerisch handelte der Konzern Pfizer, der monopolistische Marktpraktiken angewendet hat. Der umsatzstarke Cholersterinsenker Lipitor wurde vom Markt ferngehalten, weil die eigenen Milliardenprofite erhalten werden sollten. Es sollte sichergestellt werden, dass Patienten keinen Zugang zu dem preisgünstigeren Generika erhalten. Es wurden Preisabsprachen getroffen, damit preiswertere Generika nicht in den Markt eingeführt werden konnten. Statt Anklagen gibt es kein Verfahren gegen die verantwortlichen Direktoren des Pharmakonzerns.

Alles dreht sich um den Profi

Sicherung der Profite statt Rettung von Menschenleben und Prophylaxe. Ärzte erhalten Schmiergelder, damit sie bestimmte Präparate verordnen und gefälschte Studien werden als wissenschaftlicher Wirksamkeitsbeweis vorgelegt. Pharmakonzerne agieren skrupellos, wenn es um die Maximierung von Gewinnen und die eigene Marktposition geht. Schädigungen von Menschen werden ebenso in Kauf genommen, wie Todesfälle.

Schmiergelder und Bestechungen

Glaxo Smith Kline hat Ärzte regelmäßig mit Vortragshonoraren und Luxusurlauben geschmiert. Auch in Deutschland stehen bei Ärzten massenweise Aufsteller mit Medikamenten und Flyer belagern den Tisch. Pharmavertreter sind gerne gesehen, denn sie versprechen Honorare statt ehrlicher Aufklärung.
Das Geschäft mit lebensnotwendigen Medikamenten ist lukrativ, vor allem für die Beteiligten. Statt seriösen Tests und Langzeitstudien bietet die Pharmaindustrie gefälschte Materialien. Betroffen sind Patienten, die mit diesen Präparaten versorgt werden. Die Preise von wichtigen Medikamente im Rahmen der Krebstherapie oder zur Behandlung von Bluthochdruck und anderen Erkrankungen werden künstlich hochgepusht. Schuld ist die häufige Alleinstellung einzelner Medikament, die durch gezielte Marktmanipulationen forciert werden. Ärzte werden zu Mitwissern und beteiligen sich an dem Geschäft mit diesen Medikamenten. Statt Vorsorge, Prävention und Heilung werden Patienten abgezockt.

Quellen:

http://www.skepticalraptor.com/skepticalraptorblog.php/merck-mumps-motions-whistleblowers-the-actual-story/

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/pfizer-kaempft-erfolgreich-gegen-generika-563708

http://www.huffingtonpost.de/2015/09/23/aids-medikament-martin-shkreli-750-dollar_n_8181394.html

Video zum Thema Lobby