Wenn die Pharmazie und Kosmetik sich treffen – Eines von drei Wimpernseren enthält Pharmazie

Wimpernseren mit pharmazeutischen Inhaltsstoffen sind wirksam – aber nicht ohne Nebenwirkungen

Laut einer Untersuchung einer schwedischen Agentur für medizinische Produkte enthält jedes dritte Wimpernserum pharmazeutische Inhaltsstoffe.

Diese Inhaltsstoffe wirken phänomenal, sind jedoch mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Was genau die Studie ergab und welche pharmazeutischen Inhaltsstoffe in Wimpernseren verwendet werden erfahren Sie hier!

Wunderbar dichte Wimpern: der Traum einer jeden Frau

Wimpern und Augenbrauen umrahmen den Spiegel der Seele und verleihen Ihren Augen einen zusätzlichen Ausdruck, der attraktiv und verführerisch macht. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Frauen wunderschöne lange und dicht gewachsene Wimpern wünschen. Neben der klassischen Wimperntusche, die jedoch abends wieder abgeschminkt wird, bieten Ihnen Wimpernseren heutzutage eine dauerhafte und effektive Möglichkeit, um auch ohne Make-up und anderen kosmetischen Hilfsmitteln ausdrucksstarke „Augenblicke“ zu kreieren. Mit einem Wimpernserum können Sie auch ungeschminkt Ihr Aussehen verbessern und in Schwimmbädern oder gleich nach dem Aufwachen für verführerische Augenaufschläge sorgen. So stark wirksam sind Wimpersnseren besonders deshalb, da sie durch die Zugabe von Vitaminen und Proteinen das Wimpernwachstum aktivieren. Manche Produkte beinhalten zudem Hyaluronsäure, die zusätzlich durch die zellerneuernden Eigenschaften gegen Falten wirkt. Jedes dritte Präparat enthält darüber hinaus Prostaglandin, ein Gewebehormon, das ursprünglich in einem Medikament gegen den Grünen Star verwendet wurde.

Jedes dritte Wimpernwachstumspräparat enthält Prostaglandin

Jedes dritte Serum enthält das nicht ungefähre Gewebshormon ProstaglandinHerausgefunden wurde die Tatsache, dass in rund einem Drittel aller am Markt erhältlichen Wimpernseren pharmazeutische Inhaltsstoffe zu finden sind, von der Swedish Medical Product Agency. Diese Agentur für medizinische Produkte untersuchte insgesamt 26 Präparate zur Förderung des Wimpernwachstums auf Inhaltsstoffe und Nebenwirkungen. Neun Produkte davon enthielten das Gewebehormon Prostaglandin, wobei davon drei Hersteller Prostaglandin nicht einmal als Inhaltsstoff auf der Verpackung deklarierten (!!! FRECHHEIT!!!).

Prostaglandin wird eigentlich in dem Medikament Lumigan verwendet, das gegen den Grünen Star zum Einsatz kommt. Warum Prostaglandin heute in Wimpernseren verwendet wird, ist einfach erklärt. Denn Patienten, die Lumigan verabreicht bekamen, durften sich über eine willkommene Nebenwirkung freuen: über unglaublich lange und dichte Wimpern. Die Swedish Medical Product Agency rät Konsumentinnen jedoch, Produkte, die Prostaglandin enthalten, nicht zu verwenden. Denn Prostaglandin sorgt nicht nur für ein hochwirksames Wimpernwachstum, sondern auch für eine ganze Reihe von ernstzunehmenden Nebenwirkungen.

Die Nebenwirkungen von Prostaglandin in kosmetischen Produkten

Laut der Swedish Medical Product Agency haben pharmazeutische Inhaltsstoffe, wie das Hormon Prostaglandin, nichts in kosmetischen Produkten verloren. Bedenklich ist auch das bei einigen Präparaten der Wirkstoff Prostaglandin gefunden, aber nicht als Inhaltsstoff vom Hersteller angegeben wurde. Denn dies macht es Ihnen als Konsumentin schwierig, selbst zu entscheiden, ob Sie einen für die Medizin verwendeten Inhaltsstoff einnehmen möchten. Es gibt aber auch viele Hersteller, die auf die Zugabe von Prostaglandin verzichten und stattdessen auf harmlose Wirkstoffe wie Hyaluron und Biotin setzen. Die Hormonderivate von Prostagladin werden in Wimpernseren zwar nur in geringen Dosen verabreicht. Jedoch sind diese nicht frei von Nebenwirkungen. Prostagladin kann zu brennenden, roten und tränenden Augen führen, Kopfschmerzen verursachen sowie zu bleibenden Verfärbungen des Lidrands, der Wimpern und der Augenfarbe führen. Bei direktem Augenkontakt mit dem prostaglandinhaltigen Serum, was beim Auftragen des Präparates leicht passieren kann, können Sehstörungen auftreten. Zudem kann Prostaglandin das Fettgewebe im Bereich der Augenhöhle verändern. Diese Nebenwirkung kann dazu führen, dass das Auge in die Augenhöhle einsinkt.

In welchen Wimpernseren der Inhaltsstoff Prostaglandin gefunden wurde

Die Swedish Medical Product Agency rät aufgrund der möglichen Nebenwirkungen dringend davon ab, Wimpernseren, die Prostaglandin beinhalten, anzuwenden. Da dieser Inhaltsstoff nicht von allen Herstellern öffentlich deklariert wird, hat die studiendurchführende Agentur eine Liste mit den Präparaten veröffentlicht, die Prostaglandin enthalten. Gefunden wurde Prostaglandin demnach in den Produkten Xlash Eyelash Enhancer, M2 Lashes Eyelash Activating Serum, Peter Thomas Roth Lashes to die for Platinum, RevitaLash, Miralash (Achtung,!!!), Nanolash (Achtung!!!), Nutraluxe MD Lash und Neulash „neue Formel“ sowie NeuveauBrow.

Generell nur wenige Studien zu Wimpernseren

prostaglandin hormonWimpernseren sind in jedem Fall äußerst effektiv und schaffen dichtere und längere Wimpern. Jedoch sollten die Nebenwirkungen von einigen Inhaltsstoffen nicht unterschätzt werden. Die Studie der schwedischen Agentur für medizinische Produkte sagt leider nichts über die Nebenwirkungen der Wimpernseren aus, die kein Prostaglandin enthalten. Auch sonst gibt es kaum Studien über das Gefahrenpotential von Wimpernseren. Sie sollten bei der Auswahl und der Anwendung eines Wimperserums auch bedenken, das die Pharmazie-Richtlinien insbesondere in Osteuropa kaum Anwendung finden. Aber gerade aus dieser Region Europas stammen viele Billigprodukte, die derzeit den Markt in Deutschland überfluten.

In der Folge finden Sie drei Produkte, mit denen Sie ein schonendes und effektives Wachstum von Wimpern fördern können, die jedoch auch über teilweise bedenkliche Inhaltsstoffe verfügen.

RevitaLash Advanced Wimpernserum

Das RevitaLash Advanced Wimpernserum besteht aus einem Bio-Peptin-Complex sowie natürlichen pflanzlichen Inhaltsstoffen, die spröde und zerbrechliche Wimpern in widerstandsfähige, dichtere und voluminösere Wimpern verwandeln sollen. Durch die Inhaltsstoffe werden Flexibilität, Feuchtigkeit und Glanz geschaffen. Erste Ergebnisse können Sie, laut Hersteller, nach einem Anwendungszeitraum von etwa einem Monat sehen. Dieses Serum können Sie selbst anwenden, indem Sie es wie einen Eyeliner auf den Lidkranz einmal täglich auftragen.

Wimpern Booster Wimpernserum

Das Wimpern Booster Wimpernserum basiert auf natürliche Inhaltsstoffe wie Panthenol, Urea und Biotin. Darüber hinaus sorgt der hochwirksame Wirkstoff Isopropyl Cloprostenate für eine rasche Wimpernverdichtung- und -verlängerung, so der Hersteller. Jedoch muss dazu gesagt werden, dass die US-amerikanische Food and Drug Administration bereits 2011 öffentlich vor der Verwendung von Isopropyl Cloprostenate in Wimpernseren gewarnt hat, da dieser Inhaltsstoff zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann. Ultra Lash ist ein etwas günstigeres Wimpernserum, das ebenfalls wie ein Eyeliner einmal täglich aufgetragen wird und seine Wirkung nach etwa sechs bis acht Wochen der Anwendung zeigt.

M2 Beauté Magic Eyes Eyelash Activating Serum

Das Wimpernserum der Marke M2 Beauté Magic besteht vorwiegend aus Biotin und Hyaluronsäure. Beide Inhaltsstoffe sorgen für ein effektives Wimpernwachstum. Biotin, ursprünglich als H-Vitamin bekannt, hat generell die Aufgabe, Körperhaare wachsen zu lassen. Hyaluronsäure ist ebenfalls ein körpereigener Stoff, der, wenn er zusätzlich zugeführt wird, für die Regeneration des Bindegewebes zuständig ist. Durch Hyaluronsäure wird die Zellerneuerung forciert und die Grundlage für ein gesundes Wimpernwachstum geschaffen. Jedoch steht das M2 Beauté Magic Eyes Eyelash Activating Serum auch auf der Liste jener Wimpernseren, die Prostaglandin beinhalten. Einerseits kann dies zu noch besseren Ergebnissen im Bereich des Wimpernwachstums führen. Andererseits besteht bei diesem Wimpersserum die Gefahr von unerwünschten Nebenwirkungen. Das M2 Beauté Magic Eyes Eyelash Activating Wimpernserum wird wie ein Eyeliner einmal pro Tag aufgetragen und zeigt erste sichtbare Erfolge nach etwa sechs bis acht Wochen.

Für weitere Informationen empfehle ich Ihnen den Wimpern-Ratgeber.de  . Dort finden Sie die besten Wimpernseren im Überblick.

Das Geschäft mit lebensnotwendigen Medikamenten

Das Geschäft mit lebensnotwendigen Medikamenten boomt. Der Wettbewerbsdruck ist hoch und kranke Menschen sind in dem Spiel die Verlierer. Die Pharmaindustrie generiert Gewinne und immer wieder fluten neue Medikamente den Markt. Patienten haben nicht den gleichen Zugang zu Medikamenten, weil Ärzte einen angemessenen Zulassungsspielraum haben. Dieser soll eigentlich im Interesse der Patienten ausgenutzt werden und flächendeckend eine optimale Versorgung garantieren. Was verbirgt sich hinter dem Geschäft mit lebensnotwendigen Medikamenten und wer zieht daraus Profit?

Profitstreben der Pharmaindustrie

Die Skandale reihen sich aneinander (siehe Quellen) und nicht immer werden die Machenschaften aufgedeckt. Das Unternehmen Glaxo Smith Kline muss drei Millionen Dollar Strafe zahlen, weil Zahlen zurückgehalten, Ärzte bestochen und falsche Angaben gegenüber Behörden getätigt wurde. Auch der Konzern Pfizer wurde seitens der amerikanischen Apotheken angezeigt, weil cholesterinsenkende Generika (günstiger als Originalmedikamente) durch Wettbewerbsmanipulationen vom Markt gedrängt werden sollten. Statt wissenschaftlich fundierten Beweisen, die die Wirkung und Sicherheit von Medikamenten belegen, werden Studien gefälscht und Regulierungsbehörden in die Irre geführt. Zur Sicherung der eigenen Profite greift die Pharmaindustrie zu Mitteln, die eher an Mafiastrukturen erinnern als an seriöse Hilfe für Kranke.

Gefälschte Angaben

gefälschte ImpfungenDer Arzneimittelhersteller Merck hat nach Aussagen ehemaliger Virologen (Joan Wlochowski und Stephen Krahling) Blutproben versetzt und damit Impfdaten gefälscht, um die Wirkung für einen Impfstoff vorzutäuschen. Weiter wurden Blutproben mit tierischen Antikörpern versetzt, um damit das Auftreten der Antikörper aufzublähen. Auf die Virologen wurde Druck ausgeübt. Statt im Dienste der Menschheit zu agieren, sollten diese sich an dem Betrug und der Vertuschung beteiligen. Der Grund für die gefälschten Daten waren Forschungsgelder in Höhe von mehreren Millionen Dollar. Kinder wurden durch die Verfälschung von Daten und unzulässige Test gefährdet. Millionen Dollar wurden für Impfstoffe ausgegeben, die keine Wirkung hatten, aber Nebenwirkungen hervorriefen. Kindern wird ein Mumps-Impfstoff gespritzt, der keinen Schutz bietet. Eltern gehen davon aus, dass Kinder ausreichend geimpft sind, aber de facto besteht die Gefahr einer Ansteckung zu jeder Zeit. Merck nutzte für die test Virenstämme, die bereits 45 Jahre alt und geschwächt sind. Über 30 Jahre besaß das Unternehmen eine Exklusivlizenz für Verkauf und herstellung des Impfstoffs. Bis heute nutzt Merck diesen Virenstamm und setzt bewusst Menschenleben aufs Spiel. Wissenschaftler und Ärzte haben seit Jahrzehnten eine wissenschaftliche Wirksamkeit von 95 Prozent proklamiert, obwohl die Ergebnisse fingiert waren. Millionen Menschen haben sich impfen lassen und gingen vermeintlich davon aus, dass die sicher seien. Der Schwindel ist zwar Wasser auf die Mühlen derjenigen, die sich gegen Impfstoffe ausgesprochen haben, doch der Schaden an Menschen verbietet jegliche Schadenfreude.

Keine Rechenschaft von Big-Pharma-Direktoren

Ebenso betrügerisch handelte der Konzern Pfizer, der monopolistische Marktpraktiken angewendet hat. Der umsatzstarke Cholersterinsenker Lipitor wurde vom Markt ferngehalten, weil die eigenen Milliardenprofite erhalten werden sollten. Es sollte sichergestellt werden, dass Patienten keinen Zugang zu dem preisgünstigeren Generika erhalten. Es wurden Preisabsprachen getroffen, damit preiswertere Generika nicht in den Markt eingeführt werden konnten. Statt Anklagen gibt es kein Verfahren gegen die verantwortlichen Direktoren des Pharmakonzerns.

Alles dreht sich um den Profi

Sicherung der Profite statt Rettung von Menschenleben und Prophylaxe. Ärzte erhalten Schmiergelder, damit sie bestimmte Präparate verordnen und gefälschte Studien werden als wissenschaftlicher Wirksamkeitsbeweis vorgelegt. Pharmakonzerne agieren skrupellos, wenn es um die Maximierung von Gewinnen und die eigene Marktposition geht. Schädigungen von Menschen werden ebenso in Kauf genommen, wie Todesfälle.

Schmiergelder und Bestechungen

Glaxo Smith Kline hat Ärzte regelmäßig mit Vortragshonoraren und Luxusurlauben geschmiert. Auch in Deutschland stehen bei Ärzten massenweise Aufsteller mit Medikamenten und Flyer belagern den Tisch. Pharmavertreter sind gerne gesehen, denn sie versprechen Honorare statt ehrlicher Aufklärung.
Das Geschäft mit lebensnotwendigen Medikamenten ist lukrativ, vor allem für die Beteiligten. Statt seriösen Tests und Langzeitstudien bietet die Pharmaindustrie gefälschte Materialien. Betroffen sind Patienten, die mit diesen Präparaten versorgt werden. Die Preise von wichtigen Medikamente im Rahmen der Krebstherapie oder zur Behandlung von Bluthochdruck und anderen Erkrankungen werden künstlich hochgepusht. Schuld ist die häufige Alleinstellung einzelner Medikament, die durch gezielte Marktmanipulationen forciert werden. Ärzte werden zu Mitwissern und beteiligen sich an dem Geschäft mit diesen Medikamenten. Statt Vorsorge, Prävention und Heilung werden Patienten abgezockt.

Quellen:

http://www.skepticalraptor.com/skepticalraptorblog.php/merck-mumps-motions-whistleblowers-the-actual-story/

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/pfizer-kaempft-erfolgreich-gegen-generika-563708

http://www.huffingtonpost.de/2015/09/23/aids-medikament-martin-shkreli-750-dollar_n_8181394.html

Video zum Thema Lobby

Welche Rezeptfreien Potenzmittel für die Frauen – Quatsch oder Wirklichkeit, ein Wort zur Realität

Rezeptfreie Potenzmittel für Frauen – sinnvoll oder nutzlos?

Potenzprobleme betreffen nicht nur den männlichen Teil der Bevölkerung. Auch immer mehr Frauen leiden an Libidostörungen und/oder sexueller Unlust. Oft sollen der Gang zum Psychologen oder speziellen Seminaren helfen, denn Lösungsansätze gibt es viele. Letzter Weg sind oft potenzsteigernde Mittel aus dem Internet. Doch halten diese auch, was sie versprechen?

Sexuelle unlust

Die möglichen Ursachen für Probleme mit der Sexualität & Lust

Potenzprobleme bei Frauen können vielerlei Gründe haben:

  • Organische Ursachen wie das fortgeschrittene Alter, Hormonstörungen oder -änderungen zum Beispiel während der Wechseljahre, die Nebenwirkungen bestimmter Medikamente oder die Einnahme von Drogen.
  • Seelische Ursachen wie Stress oder Minderwertigkeitskomplexe, ein gestörtes Körperbewusstsein und psychiatrische Erkrankungen sowie ein Sexualleben, welches von der Norm abweicht.
  • Soziale Ursachen wie Existenzängste, Kontaktschwierigkeiten und Hemmungen im Umgang mit anderen Menschen sowie kein Vertrauen in die Partnerschaft oder die eigene fehlende sexuelle Aufklärung während der Pubertät sind nur einige Gründe, warum immer mehr Frauen unter Potenzschwierigkeiten und einer Libidostörung leiden können.

Ein interessantes Video zum Thema

Rezeptfreie Potenzmittel für die Frau

Es gibt einige natürliche Potenzmittel im Internet, die mit der Steigerung der Libido und der sexuellen Lust auch bei der Frau werben. Die Inhaltsstoffe sind meist natürliche Bestandteile von Pflanzen, die für ihre positiven Wirkungen auf die Libido bekannt sind. Ein solcher Wirkstoff ist Yohimbin. Dieser Wirkstoff wird aus der Rinde des westafrikanischen Baumes Corynanthe Yohimbe gewonnen und wird in der Hauptsache bei psychisch bedingter Impotenz eingesetzt. Dieses natürliche Alkaloid soll sowohl Potenz als auch die Lust darauf steigern. Die Durchblutung im Genitalbereich wird durch die aktive Beeinflussung der körpereigenen Rezeptoren erhöht. Oftmals findet man jedoch auch Ersatzpräparate oder Verfälschungen von kleineren und nahe verwandten Pausinystalia-Arten, deren Wirkstoffe denen des Corynanthe Yohimbe Baumes ähneln. Die Wirkung nach der Einnahme dieser Präparate setzt in der Regel ungefähr 15 bis 45 Minuten ein und sollte erfahrungsgemäß 1 bis 2 Stunden anhalten. Dabei sollte jedoch auf die richtige Dosierung geachtet werden, da eine Überdosierung schnell zu Muskelzittern, Kreislaufschwäche und Speichelfluss oder sogar zu Krämpfen, Durchfällen sowie zu ernsthaften Störungen der Herztätigkeit führen kann. Außerdem kann es zu erhöhtem Blutdruck oder Harndrang sowie Schlaflosigkeit, Nervosität oder Übelkeit kommen. Da sich eine genaue Dosierung solcher frei verkäuflichen Präparate jedoch wegen der schwankenden Konzentration der Wirkstoffe als schwierig erweist und es trotz ihrer natürlichen Herkunft zu erheblichen Nebenwirkungen kommen kann, sollte sich Frau genau überlegen, ob es ihr das für die eventuelle und nur kurzzeitige Steigerung der Libido wert ist.
Ein weiteres, oft im Internet angepriesenes Potenzmittel und Wundermittel für guten Sex für die Frau ist die Pille Femi-X. Der Hersteller wirbt mit den rein pflanzlichen Wirkstoffen. Die Sexpillen können über das Internet in einer Dreierpackung für 12 Euro gekauft werden. Laut Hersteller müssen alle 3 Pillen auf einmal eingenommen werden, damit die erotisierende Wirkung nach spätestens einer Stunde einsetzt. Die Wirkung soll bis zu 24 Stunden lang anhalten. Die Wirkung soll von einer gesteigerten Lust auf Sex bis hin zu einer stärkeren Empfindung und Befriedigung reichen, so behauptet der Hersteller. Die Wirksamkeit konnte jedoch bis heute noch nicht bei unabhängigen Untersuchungen bestätigt werden.
Das Präparat Lovegra ist für die Frau das, was Viagra für den Mann ist: das Medikament, welches bei Schwierigkeiten mit dem Orgasmus. Laut Hersteller leiden bereits rund 60 Prozent der Frauen in Deutschland hin und wieder unter sexuellen Problemen. Mit Lovegra soll diesem Problem entgegen gewirkt werden, denn es soll die oft ursächlichen Versagungsängste verhindern. Nachdem der Wirkstoff Flibanserin bei Überprüfungen der FDA in den Jahren 2010 und 2013 schon 2 mal abgelehnt wurde, erhielt es nun die Zulassung für den deutschen Markt. Damit wurde der Weg freigemacht für den rezeptfreien Handel. Auch bei diesem Präparat kommt es bei regelmäßiger Einnahme zu erheblichen Nebenwirkungen wie Schwindelgefühlen, Müdigkeit oder einem gefährlichen Blutdruckabfall. Ein nicht geringer Prozentsatz der Benutzerinnen klagte nach der Einnahme von Lovegra über Kopfschmerzen. Auch bei diesem Präparat ist die Wirksamkeit noch nicht wissenschaftlich erwiesen, daher sollten die Frauen vor dem Kauf und der Anwendung den medizinischen Nutzen gegenüber der möglichen Risiken abgewägt werden.

Fazit

Frauen, die unter sexueller Unlust oder Problemen mit der Libido leiden, wünschen sich oft eine Pille, durch deren Einnahme sie ihre Probleme einfach und schnell beheben können. Es gibt verschiedene, zum Teil auch rezeptfreie Präparate, die dies versprechen. Da die Ursachen bei sexuellen Störungen jedoch vielfältig sein können, ist nicht jedes frei verkäufliche Mittel auch für jede betroffene Frau geeignet. Tolle Namen, aber wenig Wirkung. Zu diesem vernichtenden Ergebnis kam die Stiftung ÖKO-Test. Dabei wurden 16 frei verkäufliche potenzsteigernde Produkte getestet. Alle wurden mit durchgehend mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bewertete. Die meisten Bewertungen bezogen sich zwar auf rezeptfreie Potenzmittel für den Mann, aber bei den Produkten für die Frau sieht es nicht viel besser aus. Ein sinnvollerer Weg, um mit seinen Problemen bei der Sexualität umzugehen, ist es, die Ursachen zu bekämpfen und dadurch die Probleme mit der Sexualität auf Dauer zu beseitigen. Potenzsteigernde Mittel können kurzfristig einmal recht hilfreich sein, sind aber auf keinem Fall als Dauerlösung gedacht.

Quellen:
http://www.sat1.de/ratgeber/liebe-sex/erotik/potenzmittel-fuer-maenner-und-frauen-wirken-sie-clip